Der jüdische Friedhof

Der jüdische Friedhof liegt ca. 300m südöstlich des Dorfes Autenhausen. Laut Quellen wurde er 1832/33 begründet. 1874 bis 1876 wurde er auf die dreifache Fläche vergrößert und massiv ummauert, zuvor hatte er nur die heute nördliche Hälfte umfasst. 1929/32 wurde die Friedhofsfläche erneut reduziert auf die heutige Fläche von ca. 3.700 m².

Der älteste heute lesbare Grabstein (Samuel Schmuel Stern) stammt aus dem Jahr 1835. Die letzte Person (Seligmann Gutmann) wurde im Jahr 1917 beigesetzt. Heute sind 94 Grabsteine und 6 Fragmente bzw. steinerne Strukturen im Boden erhalten.

Der Begräbnisplatz wurde nicht stringent chronologisch belegt. Bestattet wurde in Einzelgräbern. Die dort Beerdigten stammten fast alle aus Autenhausen. Nur wenige dort Begrabene kamen aus Coburg.

In Autenhausen sind die Vorderseiten und manchmal auch die Rückseiten und Seiten mit Inschriften versehen. Die Inschriften sind mehrheitlich auf Hebräisch geschrieben, gelegentlich sind zusätzlich deutsche Inschriften zu finden.

Die Lesbarkeit der Grabsteine variiert mit deren Alter und Verwitterungsgrad, aber auch mit ihrem Material. Wie in Oberfranken üblich, wurde bis ins 20. Jahrhundert vor allem der regional verfügbare Sandstein für die Grabsteine verwendet. Heute sind 82 Grabsteine vollständig oder nahezu vollständig lesbar.