Die zweite Synagoge

Foto der zweiten Synagoge, aufgenommen um 1925, kurz vor deren Abriss. Das Foto stammt aus einer Sammlung von Glasdias, die bei Umbauarbeiten auf dem Dachboden der alten Schule gefunden wurde.
Die von Jenny Gutmann aus Haus Nr. 30 um 1910 gezeichnete Postkarte von Autenhausen zeigt die Lage der Synagoge am südlichen Ortsrand auf dem Judenberg

Von der zweiten Synagoge Autenhausens ist ein Fragment des Türsturzes (Kreuzstein) des Eingangsportals erhalten geblieben.  Der Stein  befindet sich bis heute in der Vorhalle der Synagogenkapelle (Nikolauskapelle) in Coburg.

 Zwei Löwen halten einen Lorbeerkranz mit der Inschrift ‚Öffnet mir die Tore der Gerechtigkeit, damit ich in sie eintrete und J[Gott] Dank sage„.

Dieses Relief wurde aus Autenhausen von den letzten jüdischen Einwohnern nach dem Novemberpogrom 1923 mitgebracht. Es wurde an der Nordseite im Inneren der Apsis eingemauert und vermutlich kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges wieder von dort entfernt. In den 1950-er Jahren wurde der Stein bei Kanalarbeiten vor der Kapelle gefunden. Im August 2005 wurde es in der Vorhalle an der Südwand angebracht. *

alemannia-judaica.de/autenhausen_synagoge.htm

Video von Dr. Wolfgang Hegel, Kultur- und Heimatpflege Bezirk Oberfranken.
Das Video wurde aus 3D-Daten des Kreuzsteins erstellt, die mit dem Structure from Motion Verfahren (SfM) aus einer Fotoserie errechnet wurden.
(Mit dem gleichen Verfahren wurden auch alle Grabsteine des Autenhausener  jüdischen Friedhofs dokumentiert .)